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Spiegelreflexkameras bei Calumet 468 x 60

Eichberg bei Gloggnitz

Dieses Panorama entstand bei einer Wanderung am ungewöhnlich milden Dreikönigsstag 2014 im südlichen Niederösterreich auf einer Wiese mit Blick nach Norden zum Schneeberg und nach Süden in die Semmering-Gegend.

Diese Aufnahme war neben einem Test für neues Equipment (siehe unten) auch Material für einen neuen Versuch mit jener Hochkontrasttechnik, die ich bereits zweimal (hier und hier) gezeigt habe.

Edit UDI in ACRDiese Technik, im Moment »UDI« (Ultra Deep Image) genannt, vereint ohne 32-Bit-Bild und ohne die herkömmlichen Hochkontrastverfahren wie HDR/Tonemapping und Exposure Fusion, den vollen Tonwertumfang aller Einzelbilder einer Bracketing-Serie gemeinsam und direkt in einem 16-Bit-Bild, dessen hohe Tonwertdichte eine auch kräftigere Tonwertkorrektur (hier mit Adobe Camera Raw als Smart-Filter, siehe Screenshot nebenan) gut verträgt.

Trotz heftigen Windes bei dieser Aufnahme mit einer längsten Belichtungszeit von einer 1/15 Sekunde sind die Zweige der Birke (links der Sonne) ohne die üblichen Geisterbilder abgebildet worden. Bis zu einer gewissen Grenze verschwinden Bewegungsartefakte bei Bilddetails hier nämlich automatisch ohne jede Bearbeitung. Bei größeren Bewegungen wie z.B. bei den Zweigen der Föhre rechts der Sonne, sind Geisterbilder sichtbar. Sie sind hier absichtlich nicht ausretuscheiert worden, um den Unterschied zu zeigen.
Tests mit anderem Bildmaterial haben gezeigt, dass dieses Verfahren vor allem für ruhige Landschaften sehr gut geeignet zu sein scheint. Die gute Zeichnung in allen Tonwertbereichen und die völlige Freiheit von Artefakten, an denen sonst alle andere Hochkontrastverfahren mehr oder weniger leiden, bestechen in der Tat. Szenen mit Passanten und viel Bewegung im Bild führen allerdings zu unbrauchbaren Ergebnissen und bei Innenaufnahmen mit Architektur lassen sich im Moment noch keine signifikanten Vorteile gegen über Exposure Fusion ausmachen.

Bei dieser Wanderung habe ich auch neues Equipment zum erstem Mal im Einsatz gehabt.

f-stop Tilopaf-stop TilopaIch bin schon länger auf der Suche nach einem größeren Rucksack gewesen, der sowohl als geräumiger (Ski-)Tourenrucksack dient als auch für den Transport von mehr oder weniger umfangreichem bzw. schweren Foto-Equipment. Für Tagestouren mit kleiner Panorama-Ausrüstung hat sich der Lowepro Photo Sport für mich bereits sehr bewährt. Sobald ich aber mehr Gewand und/oder Ausrüstung mitnehmen will oder gar eine Mehrtagestour plane, hat sich der Lowe als zu klein und auch zu wenig bequem erwiesen.
Fündig geworden bin ich letztlich nach einem Tipp eines bekannten Kollegen aus der Photoshop-Szene, Calvin Hollywood, der mich auf die US-Firma f-stop verwiesen hat. Deren Produkte sind seit einiger Zeit auch gut in Europa erhältlich. Bestellt wird in den USA, ausgeliefert allerdings in der EU von Irland aus (schnell und ohne Zoll!). Ich hab mich für den »Tilopa« entschieden, der von der Größe und Ausstattung her perfekt zu dem passt, was ich wollte.
Klasse ist, das man den Rucksack auf die robuste Aussenseite legt, um dann im Rückenteil an das Kamerafach zu kommen. Der Rucksack liegt (und steht nicht!) dabei am Boden und der Rücken bleibt sauber. In den Rucksack kann man unterschiedlich große/geformte Innenteile für die Kamera und das Zubehör einhängen. Diese »ICU« (Internal Camera Unit) genannten Boxen sind eigentlich richtige Kamerataschen mit den üblichen klettbaren Unterteilungen. Davon gibt es 10 Varianten. Der restliche Platz im üppig ausgestatteten Rucksack ist dann normal nutzbar. Ohne ICU hat man einen ganz normalen, mittelgroßen Tourenrucksack, dessen Vielseitigkeit einen eigenen Artikel verdient.

Novoflex TrioPodNovoflex TrioPodNovoflex TrioPod (Stöcke und Griffe)Neben dem Rucksack war hier auch erstmal ein neuer Begleiter mit dabei: Das ganz neue TrioPod-Stativ von Novoflex. Hier wird das schon mit einer vorherigen Serie begonnene Konzept (QuadroPod) eines Stativkopfes mit auswechselbaren Beinen konsequent fortgeführt. Der Kopf ist sehr klein und kompakt, aber sehr stabil. Highlight ist jedoch für mich die Verwendung von Ski-/Wanderstöcken als Stativbeine. Weil ich ohnehin nie ohne unterwegs bin, braucht es hier nur einen zusätzlichen Stock, um mit dem Stativkopf zusammen ein vollwertiges Dreibein-Stativ dabeizuhaben! Gegenüber dem Vormodell, wo man einen Holzknauf oben am Stock hatte, befindet sich das 1/4"-Gewinde nun tief im Griff und hat beim Einsatz am Stativkopf eine gute, kraftschlüssige Verbindung, die das ganze Stativ erstaunlich stabil macht. Die bei dieser Aufnahme immer wieder heftigen Windböen haben zu keinerlei Unruhe am Stativ geführt. Durch das neue Design der Stöcke (wieder in bewährter Qualität von Leki) mit den Klemmhebeln (statt mit Schraubmechanismus) geht nun auch der Auf- und Abbau wesentlich schneller. Auch der TrioPod wird später hier auf meiner Website noch ausführlicher vorgestellt werden.

Aufnahmedaten
Panorama-Typ: 
Sphärisches Panorama
Bildanzahl: 
4
Belichtungen: 
5
Brennweite (Kleinbild): 
13 mm
Hardware
Kamera: 
Canon EOS 600D
Objektiv: 
Canon EF 8-15mm ƒ/4 L USM
Panorama-Kopf: 
Nodal Ninja Ultimate R1
Stativ: 
Novoflex TrioPod m. Skistöcken
Software
Pre Production: 
Lightroom 5.3
Stitching: 
PTGui 9.1.9
HDR / Fusing: 
Photoshop CC + Camera Raw 8.3
Post Production: 
Photoshop CC + Pano2VR 4.5b
Aufnahmeort
Gloggnitz
Niederösterreich
Österreich
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